Nach Analysen von Aengevelt Research erreichte der Berliner Büromarkt im ersten Halbjahr 2026 einen Büroflächenumsatz, inklusive Eigennutzer, von rund 380.000 m². Dies stellt ein deutliches Plus von 55 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar (erstes Halbjahr 2025: 245.000 m²). Auch im Vergleich zum Dekadenmittel der ersten Halbjahre (Durchschnitt 2016 - 2025: rund 342.000 m² jährlich) liegt das Ergebnis um 11 % höher.
Mit diesem Resultat belegt Berlin zum Halbjahr 2026 den ersten Platz unter den deutschen Büromärkten. München folgt mit rund 355.000 m² und Hamburg mit rund 185.000 m². Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Aengevelt Research für Berlin einen Büroflächenumsatz von circa 700.000 m². Dieses Volumen würde etwa 47 % über dem Ergebnis des Vorjahres (2025: rund 475.000 m²) liegen und lediglich 7 % unter dem Zehnjahresmittel (Durchschnitt 2016 - 2025: rund 756.000 m² jährlich).
Entwicklung der Angebotsreserve und Baufertigstellungen
Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve, welche innerhalb von drei Monaten bezugsfertige Flächen umfasst, verzeichnet seit 2020 einen kontinuierlichen Anstieg. Ausgehend von rund 390.000 m² setzte sich dieser Trend fort. Ende Juni 2026 betrug das Flächenangebot rund 1.950.000 m², was einen Anstieg gegenüber Ende Juni 2025 (1.700.000 m²) darstellt. Dies führte zu einer Erhöhung der Leerstandsquote von 7,8 % Ende Juni 2025 auf aktuell rund 8,9 % des Gesamtbestandes von 22 Millionen m² Bürofläche. Aengevelt Research erwartet für Ende 2026 eine weitere moderate Erhöhung der Angebotsreserve auf ein Volumen von circa 2.000.000 m².
Im Gegensatz dazu sinkt das Fertigstellungsvolumen neuer oder umfassend sanierter Büroflächen unter das Dekadenmittel. Während die Jahre 2021 bis 2023 mit Über 500.000 m² (2021: rund 580.000 m², 2022: rund 750.000 m², 2023: rund 617.000 m²) ein hohes Volumen aufwiesen, waren 2024 (rund 495.000 m²) und 2025 (rund 400.000 m²) bereits rückläufig. Für 2026 wird ein Fertigstellungsvolumen von erneut rund 400.000 m² prognostiziert. Dieser Wert liegt moderat unter dem durchschnittlichen Fertigstellungsvolumen der letzten zehn Jahre (Durchschnitt 2016 - 2025: 431.000 m² jährlich). Es ist jedoch zu beachten, dass Projektrückstellungen und Verzögerungen bei der Baufertigstellung aufgrund der aktuellen Marktsituation möglich sind.
Stabilität des Mietniveaus
Trotz der wachsenden Angebotsreserve blieb das Spitzenmietniveau in Berlin stabil. Bis Ende Juni 2026 stieg die Spitzenmiete auf 46,50 Euro/m² pro Monat gegenüber 45,00 Euro/m² pro Monat im Vorjahreszeitraum. Die mittlere Miete in Citylagen verzeichnete gegenüber Ende Juni 2025 eine Stabilität bei 29,00 Euro/m² pro Monat. Aengevelt Research prognostiziert für das verbleibende Jahr 2026 eine stabile Entwicklung der Spitzenmiete auf dem aktuellen Niveau.




