Marktanalyse··2 min

Berliner Zinshausmarkt stabilisiert sich im zweiten Quartal 2026

Der Berliner Markt für Mehrfamilienhäuser und Wohn-/Geschäftshäuser zeigte im zweiten Quartal 2026 eine unerwartet positive Entwicklung, gekennzeichnet durch eine Stabilisierung der Immobilienpreise und ein erhöhtes Transaktionsvolumen.

Berliner Zinshausmarkt stabilisiert sich im zweiten Quartal 2026

Der Berliner Markt für Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser zeigte sich im zweiten Quartal 2026 widerstandsfähiger als prognostiziert. Dies geht aus dem durch SCHICK IMMOBILIEN veröffentlichten „Zinshausmarkt-Berichts Berlin QII 2026“ hervor, der auf Daten des Gutachterausschusses Berlin basiert. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt im ersten Quartal 2026 stellte sich eine deutliche Erholung der Umsatz- und Marktaktivität ein. Die Marktdaten verdeutlichen, dass der Markt trotz globaler Unsicherheiten wie der Iran-Krise, schwankenden Ölpreisen und Zinsentwicklungen eine bemerkenswerte Stabilität aufweist, die eine Rückkehr zu einem langfristig stabilen Trend signalisiert, der seit 2024 beobachtet wird.

Das Transaktionsvolumen erreichte im zweiten Quartal 2026 eine Summe von 901,6 Millionen Euro, was einer Steigerung von circa 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (613,2 Millionen Euro) entspricht. Die Anzahl der Kauffälle erhöhte sich von 166 im zweiten Quartal 2025 auf 179 im zweiten Quartal 2026, eine Zunahme von etwa 8 Prozent. Diese Zahlen belegen eine deutliche Belebung der Investitionstätigkeit im Berliner Zinshaussegment.

Besonders hervorzuheben ist die Preisentwicklung in diesem Marktumfeld. Eine erste Analyse der Daten des Berliner Gutachterausschusses, die circa 27 Prozent aller Kauffälle umfasst, zeigt, dass das Preisniveau für Mehrfamilienhäuser im zweiten Quartal 2026 mit circa 2.062 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche leicht unter dem Jahresdurchschnitt 2025 (2.285 Euro pro Quadratmeter, eine Reduktion von circa 10 Prozent) lag. Demgegenüber verzeichneten veräußerte Wohn- und Geschäftshäuser im gleichen Zeitraum einen signifikanten Preisanstieg von etwa 11 Prozent. Mit durchschnittlich 2.342 Euro pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche übertrafen sie den Durchschnittspreis des Vorjahres (2.110 Euro pro Quadratmeter).

Jürgen Michael Schick, Geschäftsführer von SCHICK IMMOBILIEN und Herausgeber des Berichts, kommentierte die Befunde: Er äußerte, dass die aktuellen Daten die Resilienz des Berliner Zinshausmarktes belegen. Die Zahlen seien, gerade angesichts der anhaltenden geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen, bemerkenswert. Die weitere Entwicklung der Marktaktivität und des Preisniveaus im zweiten Halbjahr bleibe jedoch abzuwarten.

Regionale Unterschiede innerhalb Berlins

Innerhalb der Berliner Bezirke zeigten sich im zweiten Quartal 2026 deutliche Abweichungen sowohl bei den durchschnittlichen Objektpreisen als auch bei der Marktaktivität. Der höchste durchschnittliche Objektpreis wurde mit etwa 10,7 Millionen Euro in Tempelhof-Schöneberg registriert, während Marzahn-Hellersdorf mit circa 0,9 Millionen Euro die niedrigsten Werte aufwies. Die Transaktionsaktivität war ebenfalls ungleich verteilt. Pankow führte das Ranking mit 26 Abschlüssen an, während Marzahn-Hellersdorf mit lediglich zwei Transaktionen das Schlusslicht bildete.

Hinsichtlich des Transaktionsvolumens führte Pankow ebenfalls mit circa 166,9 Millionen Euro, was nahe einem Fünftel des gesamten Berliner Quartalsumsatzes entspricht. Marzahn-Hellersdorf verzeichnete hier das geringste Volumen mit 1,8 Millionen Euro. Diese Disparitäten unterstreichen die heterogene Marktdynamik innerhalb der verschiedenen Berliner Bezirke.

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