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Baugenehmigungen: Warten auf den Durchbruch im Hochbau

DIP-Partner Aengevelt Immobilien analysiert, dass die Schwächephase im Hochbau anhält, trotz steigender Baugenehmigungen.

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Baugenehmigungen: Warten auf den Durchbruch im Hochbau

DIP-Partner Aengevelt Immobilien zieht aus einer differenzierten Analyse der Baugenehmigungen sowie der Auftragseingänge und Umsätze im Bauhauptgewerbe die Schlussfolgerung, dass die Schwächephase im Hochbau noch nicht beendet ist. Während die Auftragseingänge im Tiefbau stabil geblieben sind, sind sie im Hochbau im kalender- und saisonbereinigten Dreimonatsvergleich zuletzt um 9,4 Prozent zurückgegangen. Da die Auftragseingänge einen zuverlässigeren Frühindikator für die Bautätigkeit darstellen als die Baugenehmigungen, bleibt die Trendwende im Wohnungsbau aus.

Positive Entwicklung der Baugenehmigungen

Die Zahl der Baugenehmigungen hatte sich im gesamten Verlauf des Jahres 2025 bundesweit positiv entwickelt. Im Februar 2026 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts in ganz Deutschland 22.200 Wohnungen genehmigt, was einer Steigerung um 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt, dass von den erteilten Baugenehmigungen zwischen 93 Prozent im Geschosswohnungsbau und 95 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern tatsächlich realisiert werden; diese Quoten sind im Zeitablauf stabil geblieben.

Der Bauüberhang, also die Zahl der genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen, hatte bis Ende 2022 kräftig zugenommen, ist in den letzten Jahren jedoch zurückgegangen. Seine Höhe hängt von der Wartezeit bis zur Erteilung eines Bauauftrags ab, die durch Verfügbarkeit von Fördermitteln, Spekulation auf sinkende Zinsen und Kapazitäten des Baugewerbes beeinflusst wird. Zudem verlängern sich die Bauzeiten auf rund 2,5 Jahre, was den Bauüberhang erhöht.

Auftragseingänge und Umsätze als Frühindikatoren

Wegen des Zeitverzugs zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung gelten die Auftragseingänge im Baugewerbe als zuverlässigerer Frühindikator. Im Dreimonatsvergleich von Dezember 2025 bis Februar 2026 lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang im Hochbau um 9,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor und im Tiefbau, der von der Infrastrukturinitiative des Bundes profitiert, um 0,4 Prozent niedriger. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe lagen im Februar 2026 preisbereinigt um 13,2 Prozent unter denen des Vorjahresmonats.

Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des DIP-Partners Aengevelt Immobilien, betont, dass trotz der positiven Entwicklung der Baugenehmigungen die Trendwende bei der Bautätigkeit aussteht und die Fertigstellungen mit weiterer Zeitverzögerung folgen. Die Zurückhaltung im Wohnungsneubau lasse den Wohnungsmangel in den Großstädten anhalten und führe zu knappheitsbedingten Mietsteigerungen. Der Bauturbo der Bundesregierung zeige noch keine durchschlagende Wirkung. Notwendig seien weitergehende Entlastungen bei regulativen Auflagen, verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen und Förderkulissen im Miet- und Eigentumssektor angesichts der auseinanderklaffenden Schere zwischen Grundstücks- und Baukosten einerseits und erzielbaren Mieten andererseits.

  • Auftragseingang Hochbau: -9,2 % im Dreimonatsvergleich (Dez. 2025–Feb. 2026)
  • Auftragseingang Tiefbau: -0,4 % im Dreimonatsvergleich
  • Umsätze Bauhauptgewerbe Feb. 2026: -13,2 % preisbereinigt zum Vorjahr
  • Baugenehmigungen Feb. 2026: 22.200 Wohnungen (+24,1 % zum Vorjahr)

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