Die BASF SE hat entschieden, den ursprünglich für Februar 2026 avisierten Verkaufsprozess für einen Teil ihrer Wohnungsbestände auszusetzen. Diese Entscheidung betrifft die Veräußerung von rund 3.300 Wohneinheiten, die als Gesamtpaket inklusive der zugehörigen Gebäude vermarktet werden sollten. Die ursprüngliche Verkaufsabsicht war Teil der Unternehmensstrategie, die eine verstärkte Fokussierung auf die Kerngeschäfte der BASF vorsieht.
Im Rahmen der Vermarktungsaktivitäten für das genannte Gesamtpaket wurden verschiedene Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt, bei denen sich ein grundlegend hohes Interesse am Portfolio zeigte. Eine eingehende Prüfung der eingegangenen Angebote sowie eine Bewertung der aktuellen Marktbedingungen führten jedoch zu der Einschätzung, dass ein Verkauf zum gegenwärtigen Zeitpunkt den angestrebten Mehrwert für die BASF nicht generieren würde.
Begründung der Aussetzung
Dr. Helmut Winterling, President Europäische Verbundstandorte der BASF SE, äußerte sich zu den Gründen für die Entscheidung. Er stellte fest, dass sich die Voraussetzungen am Immobilien- und Kapitalmarkt in den vergangenen Monaten maßgeblich verändert haben. Die Vermarktung erfolge aktuell in einem veränderten Zinsumfeld sowie einem volatilen Markt, der von Unsicherheiten geprägt ist. Ein nicht wertsteigernder Verkauf sei für das Unternehmen keine Option, weshalb der Prozess bis auf Weiteres ausgesetzt und die Marktentwicklung beobachtet werde.
Für die Mieter der betroffenen 3.300 Wohnungen ergeben sich aus dieser Entscheidung keine Veränderungen ihrer aktuellen Wohnsituation. Die Einheiten verbleiben im Eigentum der BASF Wohnen + Bauen GmbH. Parallel dazu wird der Verkaufsprozess für rund 1.100 einzelne, in Eigentumswohnungen umgewandelte Einheiten fortgeführt. Dieser Teil des Verkaufsvorhabens wird durch die BASF Wohnen + Bauen über die kommenden Jahre selbst koordiniert.
Transparenz und Mieterkommunikation
Johanna Coleman, Geschäftsführerin der BASF Wohnen + Bauen GmbH, betonte die Bedeutung offener und transparenter Kommunikation. Sie hob hervor, dass man von Beginn an klar über die Verkaufsabsichten informiert habe und nun ebenso offen über die Aussetzung informiere. Sie bestätigte, dass die BASF Wohnen + Bauen ein verlässlicher Partner für ihre Mieter bleibe und sich weiterhin um den Wohnraum und die Entwicklung der Quartiere für die 3.300 Wohnungen kümmern werde. Die betroffenen Mieter werden schriftlich per Post über die Aussetzung des Veräußerungsprozesses in Kenntnis gesetzt.




